Neue Häuser in Grajaú, São Paulo: Seit 2005 hat Knorr-Bremse Global Care e. V. weltweit fast 700.000 Menschen mit seiner Förderung erreicht. Vorwiegend mit Projekten in den Bereichen Bildung sowie Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene.

Handwerk des Lebens. Ein Hilfsprojekt in São Paulo.

Wasser, Sanitärversorgung, Hygiene und Bildung – seit 2005 unterstützt der gemeinnützige Verein Knorr-Bremse Global Care e. V. soziale Projekte weltweit. Das Hilfsprojekt des Instituto Anchieta Grajaú in São Paulo ermöglicht Familien, mit Ausbildungskursen die prekären Verhältnisse ihrer Siedlung zu verbessern.

São Paulo ist das Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum Brasiliens. Die angesiedelten Unternehmen und Institutionen versprechen ihren Bewohnern berufliche Perspektiven und ziehen Arbeitssuchende aus allen Teilen des Landes an. Entsprechend knapp ist der Wohnraum.

Nachhaltige Hilfe durch Bildung

So errichteten 2013 über 800 Familien auf der freien Fläche eines Grundstückes notdürftige Quartiere ohne sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen. Für die Neuankömmlinge eine glückliche Fügung: Sie hatten ihre Siedlung auf dem Besitz des Instituto Anchieta Grajaú (IAG) errichtet. Nachbarschaftsinitiativen wie diese sind im Süden der Metropole erste Anlaufstelle für Familien, die sich in den unübersichtlichen Verhältnissen der Megacity São Paulo zurechtfinden müssen. Dem IAG wurde klar: Auch wenn die Familien ihr Land besetzt hatten, sollte ihnen Wohnrecht gewährt und bei der Sanierung der Unterkünfte und der Minderung der sanitären Missstände geholfen werden.

Ein umfangreiches Hilfskonzept von Knorr-Bremse Global Care

Der bekannte Architekt Roberto Loeb, Gründer und Leiter des IAG, nahm Kontakt zu Dr. Rudolf Gerich und Vanessa Gama von Knorr-Bremse Global Care Brasilien auf. Der Verein hat seinen Sitz am Knorr-Bremse Standort Itupeva im Staat São Paulo, für den Loeb 2013 neue Gebäude geplant hatte. Gemeinsam erarbeitete das Team ein umfangreiches Hilfskonzept. Zehn Modellhäuser wurden errichtet, aber das war nur der Anfang. „Wir wollten nicht nur Mittel für Modellhäuser bereitstellen, die Jugendlichen sollten außerdem vor Ort eine handwerkliche Ausbildung erhalten“, erklärt Dr. Rudolf Gerich. Roberto Loeb unterstreicht, wie wichtig die Nachhaltigkeit der Hilfe ist: „Diese Unterstützung stärkt das Engagement des IAG für die Ausbildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen der Gegend. Damit unterstützen wir auch die Eltern in der Strukturierung ihres Alltags.“

Hilfsprojekte für die Jüngsten ermöglichen einen besseren Start ins Leben. © Knorr-Bremse Global Care
Es ist ein Hilfsprojekt mit lokaler Signalwirkung.

Julia Thiele-Schürhoff – Vorsitzende des Vereinsvorstandes von Knorr-Bremse Global Care e. V.

Mit Hilfsprojekten ein neues Leben aufbauen

Teil der Hilfe für die Siedlungsbewohner ist die berufliche Weiterbildung. 36 von ihnen absolvierten bisher einen durch das IAG organisierten und vom Berufsausbildungsinstitut SENAI durchgeführten fünfmonatigen Kurs für Baufachleute. Knorr-Bremse Global Care e. V. in München finanzierte dabei die Kosten des Kurses in Brasilien mitsamt dem Bau eines Trainingsgebäudes und Arbeitsmitteln. Schließlich ist der zivile Wohnungsbau die Branche mit dem höchsten Bedarf an Arbeitskräften in São Paulo. „Wir schulen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen handwerklichen Disziplinen, von Elektro- und Klempnerarbeiten bis hin zum Dachdecken“, erzählt Roberto Loeb.

Handwerkernachwuchs in São Paulo, Brasilien: Jugendliche belegen einen fünfmonatigen Baukurs.
Handwerkernachwuchs in São Paulo, Brasilien: Jugendliche belegen einen fünfmonatigen Baukurs.
Handwerkernachwuchs in São Paulo, Brasilien: Jugendliche belegen einen fünfmonatigen Baukurs.
Handwerkernachwuchs in São Paulo, Brasilien: Jugendliche belegen einen fünfmonatigen Baukurs.
Handwerkernachwuchs in São Paulo, Brasilien: Jugendliche belegen einen fünfmonatigen Baukurs.
Handwerkernachwuchs in São Paulo, Brasilien: Jugendliche belegen einen fünfmonatigen Baukurs.
Handwerkernachwuchs in São Paulo, Brasilien: Jugendliche belegen einen fünfmonatigen Baukurs.
Handwerkernachwuchs in São Paulo, Brasilien: Jugendliche belegen einen fünfmonatigen Baukurs.

Neue Wege auch für Knorr-Bremse Global Care

„Es ist ein Hilfsprojekt mit lokaler Signalwirkung“, freut sich Julia Thiele-Schürhoff, Vorsitzende des Vereinsvorstandes von Knorr-Bremse Global Care e. V. „Vor allem, was die Nachhaltigkeit der geförderten Maßnahmen angeht: Die Menschen in Grajáu wurden mit gezielten Maßnahmen in die Lage versetzt, langfristig für sich selbst zu sorgen.“ Auch künftig will Knorr-Bremse Global Care die Organisationsentwicklung des IAG unterstützen. Hierzu bringt der Verein über finanzielle Mittel hinaus seine fachliche Expertise ein. Knorr-Bremse Global Care Brasilien wird aktiv in die Arbeit des IAG eingebunden und die Überarbeitung der strategischen Ausrichtung des IAG unterstützen. Zukünftig sollen z. B. das Fundraising des IAG gestärkt und damit die Einnahmen erhöht werden. Damit will Knorr-Bremse Global Care neue Wege gehen, erstmals wird über einen Projekterfolg hinaus dauerhaft in eine Organisation investiert.