Vater Jochen (links) und Sohn Lukas (rechts) der berühmten Truck-Race-Familie Hahn aus Altensteig im Schwarzwald.
Auch in der kurzen Europameisterschaftssaison 2020, in der aufgrund der Corona-Pandemie nur zwei Rennwochenenden stattfanden und kein Titel vergeben wurde, konnte sich Lukas Hahn in seinem Iveco-Truck profilieren.

Den Rennsport im Blut: Schritt für Schritt auf dem Weg an die Spitze.

Lukas Hahn vertritt die dritte Generation der berühmten Truck-Race-Familie Hahn aus Altensteig im Schwarzwald. Derzeit wird er von Vater Jochen Hahn behutsam Schritt für Schritt aufgebaut. Doch schon in einigen Jahren will er ganz vorn mitfahren.

Man kann es nicht anders sagen: Lukas Hahn wurde der Truck-Race-Sport in die Wiege gelegt. Schließlich bildet er die dritte Generation einer überaus erfolgreichen Rennfahrerfamilie. Schon Großvater Connie sammelte Ende der 1990er-Jahre eifrig Punkte in der Truck-Race-Europameisterschaft. Und sein Vater Jochen ist mit sechs Europameistertiteln mittlerweile eine lebende Rennsportlegende. Schon als kleiner Kerl durfte der heute 23-Jährige mit zu den großen Truck-Race-Events in ganz Europa. Die große, weite Welt beeindruckte ihn. „Das Reisen in die verschiedenen Länder mit ihren unterschiedlichen Kulturen hat mich als Kind am meisten fasziniert“, erinnert er sich. Mit sechs Jahren begann er mit dem Kartsport, den er betrieb, bis er 14 Jahre alt war. „Mit 14 Jahren durfte ich auch das erste Mal in einem Renntruck sitzen und selbst fahren“, berichtet Lukas. Und wie reagierte sein Vater Jochen darauf? „Oh, der war damals doch noch sehr beunruhigt“, erzählt der Jungprofi schmunzelnd.

Jochen Hahns Unruhe schlug schnell in Vaterstolz um. Nachdem Lukas bereits 2018 an den Tests für die neue Saison teilgenommen hatte, durfte er ein Jahr später erstmals selbst ran – und legte einen fulminanten Start hin: Gleich bei seinem ersten Rennen auf dem Nürburgring erklomm er mit Platz drei das Siegerpodest. Und weil es ihm da oben so gut gefiel, legte er am selben Wochenende noch mit zwei weiteren Podiumsplätzen nach.

Mit Ruhe und Gelassenheit

Das Talent scheint er also geerbt zu haben und auch noch andere Sachen. „Die Ruhe und Gelassenheit habe ich mir von meinem Vater und Großvater abgeschaut. Ich gehe langsam an die Sache ran, und wenn ein überlegener Fahrer hinter mir ist, dann lasse ich ihn auch mal vorbei und lerne lieber von seinen Fähigkeiten.“ Das heißt aber nicht, dass er leicht zu schlagen ist, und auch Jochen Hahn muss sich in Acht nehmen. „Natürlich sind wir Vater und Sohn, aber wenn ich schneller bin und vorbeikönnte, dann würde ich das natürlich machen!“

Auch in der kurzen Europameisterschaftssaison 2020, in der aufgrund der Corona-Pandemie nur zwei Rennwochenenden stattfanden und kein Titel vergeben wurde, konnte sich Lukas Hahn bei einem weiter profilieren. In Most errang er im ersten Rennen Platz acht, beim Saisonabschluss in Ungarn war er dann, wie viele andere Fahrer auch, nicht dabei. Für 2021 hat er sich dafür umso mehr vorgenommen. „Ich werde auf jeden Fall in Most dabei sein und möchte unter den Top Ten mitfahren“, erklärt er selbstbewusst. In den nächsten Jahren sollen dann immer mehr Rennwochenenden hinzukommen. „In fünf Jahren möchte ich eine komplette Saison fahren und mich zu 100 Prozent mit allen Fahrern messen“, plant der Altensteiger. Dass dabei harte Konkurrenz auf ihn wartet, ist Lukas bewusst. Nicht nur vor seinem Vater oder Fahrern wie Adam Lacko und Norbert Kiss hat er großen Respekt. Auch die anderen „jungen Wilden“, etwa Téo Calvet auf seinem Freightliner, müssen erst mal bezwungen werden. Aber auch daran wird Lukas Hahn mit Ruhe und Gelassenheit herangehen. Und natürlich mit großem Ehrgeiz und einem klaren Ziel vor Augen. Kein Wunder bei diesen Genen.

Lukas Hahn wurde der Truck-Race-Sport in die Wiege gelegt. Er bildet die dritte Generation einer überaus erfolgreichen Rennfahrerfamilie.

Knorr-Bremse und Team Hahn Racing verbindet eine 18-jährige Partnerschaft

Bereits seit 18 Jahren besteht eine enge Partnerschaft zwischen Jochen Hahn, seinem Team und Knorr-Bremse. Erst vor zwei Jahren haben Knorr-Bremse und Knorr-Bremse TruckServices, der Aftermarket-Bereich der Unternehmensdivision Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge, das offizielle Sponsoring des Hahn Racing Teams abermals verlängert. Für Knorr-Bremse bietet das Truck Race die Möglichkeit, Serienprodukte unter härtesten Einsatzbedingungen zu testen. Konkret stattet Knorr-Bremse den Iveco Race Truck als Hauptsponsor und Technikpartner in der Fahrzeugoptimierung umfangreich aus. Dies umfasst unter anderem neben einer pneumatischen Bremsanlage auch die Luftbeschaffung und die Lenkung. Knorr-Bremse TruckServices unterstützt das Team Hahn zudem mit diversen Ersatzteilen seit 2016.

Wir sind sehr stolz auf die 18-jährige Partnerschaft mit Jochen Hahn und seinem Team und freuen uns darauf, als offizieller Sponsor und Technikpartner auch weiterhin zum Erfolg des Team Hahn Racing beitragen zu können. Wir wünschen Lukas und Jochen Hahn und der gesamten Mannschaft weiterhin eine erfolgreiche Saison.

Bernd Spies – Vorsitzender der Geschäftsführung der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH

Renntermine FIA European Truck Racing Championship 2021:

  • 12.06. - 13.06. Hungaroring
  • 17.07. - 18.07. Nürburgring (wurde aufgrund der Flutkatastrophe abgesagt)
  • 28.08. - 29.08. Autodrom Most
  • 11.09. - 12.09. Zolder
  • 25.09. - 26.09. Le Mans
  • 02.10. - 03.10. Jarama
  • 16.10. - 17.10. Misano